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    D&O-Versicherung in Deutschland künftig mit 10 Prozent Selbstbehalt

    von Dr. Lukas Fantur | 22. Juni 2009


    Do&O-Versicherung: Deutsche Manager sollen für mindestens 10 Prozent von verursachten Schäden haften

    Wenn eine Gesellschaft eine D&O-Versicherung abschließt, um ein Vorstandsmitglied in Schadensfällen gegen Haftungsansprüche abzusichern, muss ein Selbstbehalt des Managers von mindestens 10 Prozent des verursachten Schadens vereinbart werden.

    Die Obergrenze des Selbstbehaltes soll beim mindestens Eineinhalbfachen des festen Jahreseinkommens liegen.

    Einem entsprechenden Gesetzentwurf stimmte der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages zu.

    Seitens der CDU/CSU-Fraktion hieß es, die ganze Regelung sei der Finanzkrise geschuldet.

    D&O-Versicherung: Krtitik am Gesetzesentwurf

    Die Grünen kritisierten die Vorgaben des Gesetzentwurfes als nicht klar und konsequent genug. Dadurch, dass sich der Manager-Selbstbehalt nur auf das feste Jahresabkommen und nicht auf variable Vergütungsanteile beziehe, ergäben sich „neue Gestaltungsmöglichkeiten“, um die Regelung zu umgehen.

    Die FDP kritisierte, der vorgeschriebene Selbstbehalt bei der Manager-Haftpflicht sei ein „Eingriff in die Vertragsfreiheit„.

    Die Linke kritisierte, dass der Gesetzentwurf keine Obergrenze für Managergehälter vorsehe.

    Quelle: Deutscher Bundestag, hib-Meldung 184/2009

    D&O-Versicherung – Umfrage

    Soll auch in Österreich bei D&O-Versicherungen ein zwingender Selbstbehalt für Manager eingeführt werden?

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    Themen: International, Umfragen | 4 Kommentare »

    4 Kommentare zu “D&O-Versicherung in Deutschland künftig mit 10 Prozent Selbstbehalt”

    1. Manager meint:
      22. Juni 2009 um 20:47

      Das ist ein schwerer Eingriff in die Vertragsfreiheit. Manager sollen sich versichern können, wie sie wollen, solange die Prämien bezahlt werden können.
      Wer ist als nächstes dran? Die Autofahrer? Sollen die etwa auch bei der KFz-Haftpflichtversicherung einen Selbstbehalt vom eineinhalb Jahren tragen müssen?
      Eben – Daran sieht man die Absurdität dieser bedenklichen Entwicklungen.

    2. Justitia economica meint:
      22. Juni 2009 um 22:01

      Sehe ich genauso

    3. Andreas Schuberth meint:
      30. Juni 2009 um 21:24

      So neu ist das nicht und unverständlich auch nicht – schon im dt. Corporate Governance Kodex ist die Empfehlung enthalten, einen angemessenen Selbstbehalt in der D&O zu vereinbaren.
      Schon damals ist man von der Überzeugung ausgegangen, ein spürbarer Eigenbehalt würde die Sorgfalt des Managers erhöhen, da dieser dann weiß, dass er im Falle einer berechtigten Inanspruchnahme eben nicht alles vom D&O-Versicherer entschädigt erhält, sondern einen Teil aus eigener Tasche berappen muß.
      Man darf nicht übersehen, dass D&O-Verträge in den Medien bisweilen als Mitursache für saloppe Unternehmensführung dargestellt wurden – im Zusammenhang mit dem kolportierten Versicherungs-schutz für Schadenersatzansprüche an Hrn. Hartz wegen diverser teurer Lustbarkeiten bei VW war immerhin schon von „Puff-Policen“ die Rede.
      Es war nun sichtlich ein politisches Gebot der Stunde, den Managern an den Kragen zu gehen – wenn alles gut geht, millionenschwere Boni zu kassieren, und wenn´s nix wird, zahlt eh die D&O – das ist der Öffentlichkeit zur Zeit schlichtweg nicht zu vermitteln.
      Dass hier ein ordentlicher Schuss Populismus im Spiel ist, ist aber völlig klar.

    4. D&O Underwriter meint:
      1. Juli 2009 um 09:48

      Die ganze Regelung ist ein reiner Wahlkampf-Gag und ändert tatsächlich nichts, ausser das neue Bürokratie ensteht.

      Abgesehen von Unklarheiten (gilt für jede versicherte Person nun ein individueller SB?) werden die Manager den eigenen SB durch eine eigene Versicherung abdecken, die sie (auf den ersten Blick) selbst bezahlen – und sich diese Kosten dann wiederum vom Unternehmen ersttatten lassen, so dass im Ergebniss der gleiche Schutz über 2 Verträge (mit höheren Kosten) entsteht. Irgend ein höheres Risiko für den Manager entsteht nicht – und ist auch nicht sinnvoll.

      Warum der Gesetzgeber glaubt, dass eine höhere Qualität der Managerleistungen erreicht wird wenn ein Manager das Risiko haben soll, ggf. 1 Jahresgehalt eines Schadens selbst tragen zu müssen, hinterfragt man besser nicht. Da dem Manager dieses Risiko aber auch nicht entstehen wird, ist die gesamte Regelung völlig ungeeignet und steigert nur die Kosten.

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