Sie sind hier: » Home » GmbH, GmbH-Reform, Limited » Blog article: Einfache GmbH als Antwort auf britische Limited gefordert


  • Der Autor:
    Dr. Lukas Fantur Rechtsanwalt in Wien


  • Rechtsanwalt Wien Dr. Lukas Fantur

    Rechtsanwalt in Wien mit Tätigkeitsgebieten GmbH-Recht und Gesellschafts- recht.


    Herausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift für Gesellschafts-recht.

  • Kontakt

  • Breitenfurter Straße 372B
    Stiege 5, 2. Stock, Büro 3
    1230 Wien - Österreich
    T: +43-1-513 85 20
    F: +43-1-513 85 20-20
    E: office [at] fantur [Punkt] at
    www.Fantur.at



    1:16

    Twitter.com/GmbHRecht

    GmbH-Recht Österreich

    Wirb ebenfalls für deine Seite


  • Gesellschaftsrecht Ressourcen




  • Home | »

    Einfache GmbH als Antwort auf britische Limited gefordert

    von Dr. Lukas Fantur | 3. November 2006

    Am heurigen Österreichischen Juristentag (18./19.10.2006 in Graz) wurde u.a. über die Forderung diskutiert, als Antwort auf die britische Limited der traditionellen österreichischen GmbH eine zweite Art der GmbH („einfache GmbH“) zur Seite zu stellen, die auf das Mindestkapital verzichtet.

    Gutachten von Kalss/Schauer

    Dieser Vorschlag beruht auf einem von den Wiener Professoren Kalss (WU-Wien) und Schauer (Universität Wien) für den Juristentag erstellten „Gutachten“. Mit diesem neuen Gesellschaftsmodell soll dem derzeit bei Klein- und Kleinstunternehmen zu beobachtenden Trend, die britische Limited als Gesellschaftsform für ihr Unternehmen in Anspruch zu nehmen, entgegengewirkt werden.

    Für britische Limiteds mit tatsächlich rein österreichischem Verwaltungssitz stellen sich nämlich durchaus nicht unerhebliche Rechtsfragen (anwendbares Recht, Rechnungslegnung, Gläubigerschutz, Verbandsverantwortlichkeit, Form der Anteilsübertragung usw.).

    Auch offenkundige Kosten-Nachteile der Limited in der laufenden Verwaltung werden von österreichischen Gründern offenbar oft glatt übersehen: Erfordernis eines registrierten Büros in England nötig, an dem die wesentlichen Dokumente aufzubewahren, Erfordernis eines „Company Secretary“, Offenlegungspflichten auch nach britischem Recht usw.

    Ein österreichisches Äquivalent zur Limited hätte daher den Vorteil, dass alle Beteiligten – Limited-Gesellschafter, heimische Berater und Richter – einen klaren, ausschließlich österreichischem Recht unterliegenden Rechtsrahmen zur Verfügung hätten.

    Der Vorschlag wurde am Juristentag allerdings durchaus kontroversiell diskutiert. Ob man sich im Justizministerium entschließt, den Vorschlag aufzugreifen, ist derzeit noch offen.

    Aktuelle Fachliteratur zum Thema: Kalss/Schauer, Die Reform des Österreichischen Kapitalgesellschaftsrechts (Manz 2006); Hirte/Bücker (Hrsg.), Grenzüberschreitende Gesellschaften – Praxishandbuch für ausländische Kapitalgesellschaften mit Sitz im Inland (Heymanns Verlag, 2. Auflage 2006).

    Mehr zum Thema:

    Themen: GmbH, GmbH-Reform, Limited | 0 Kommentare »

    Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel: