Sie sind hier: » Home » GmbH-Reform » Blog article: Scheitert die deutsche GmbH-Reform?


  • Der Autor:
    Dr. Lukas Fantur Rechtsanwalt in Wien


  • Rechtsanwalt Wien Dr. Lukas Fantur

    Rechtsanwalt in Wien mit Tätigkeitsgebieten GmbH-Recht und Gesellschafts- recht.


    Herausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift für Gesellschafts-recht.

  • Kontakt

  • Breitenfurter Straße 372B
    Stiege 5, 2. Stock, Büro 3
    1230 Wien - Österreich
    T: +43-1-513 85 20
    F: +43-1-513 85 20-20
    E: office [at] fantur [Punkt] at
    www.Fantur.at



    1:16

    Twitter.com/GmbHRecht

    GmbH-Recht Österreich

    Wirb ebenfalls für deine Seite


  • Gesellschaftsrecht Ressourcen




  • « | Home | »

    Scheitert die deutsche GmbH-Reform?

    von Dr. Lukas Fantur | 4. Juni 2008

    Wie soeben vermeldet wird, dürfte der deutsche Bundestags-Rechtsausschuss gegenüber dem Reformentwurf der dt. Bundesregierung vermutlich beschließen, dass das Mindeststammkapital bei deutschen GmbHs weiterhin mindestens 25.000 Euro betragen muss.

    Auch die vorgesehene vereinfachte Gründung der „Unternehmergesellschaft“ ohne notarielle Beurkundung (ohne Notariatsakt) soll angeblich fallen.

    Quelle: Unternehmensrechtliche Notizen

    Für alle, die mit der GmbH-Reform der britischen Limited Paroli bieten wollten, wäre das wohl ein empfindlicher Rückschlag, der vermutlich auch auf die anstehende Reform in Österreich Einfluss hätte.

    Mehr zum Thema:

    Themen: GmbH-Reform | 2 Kommentare »

    2 Kommentare zu “Scheitert die deutsche GmbH-Reform?”

    1. Ralf unterm Sonnensegel meint:
      13. Juni 2008 um 08:31

      Hi

      ich kenne mich mit den Bestimmungen einer GmbH noch nicht so aus, würde aber gerne mal wissen, warum das Startkapital unbedingt mindestens 25.ooo€ sein muss?

      Ich meine, das Startkapital hätte man doch auch je nach Tätigkeit einer GmbH festlegen können. Schließlich braucht man für die eine Berufsrichtung mehr Geld als für eine andere usw…

      Wurde da die Summe von 25.ooo€ einfach so festgelegt, oder steht da irgend ein fester Grundgedanke dahinter?

      Ralf

    2. Rechtsfreund Dennis meint:
      18. Juni 2008 um 23:17

      Hallo Ralf,

      in der Tat wird kontrovers über Notwendigkeit und Höhe eines Mindestkapitals bei der GmbH diskutiert.

      Oft spricht man in diesem Zusammenhang von der „Eintrittskarte“ in die beschränkte Haftung.

      Hintergrund ist, dass Herrschaft und Haftung bei der GmbH getrennt sind, also für Gesellschaftsverbindlichkeiten grundsätzlich nur die Gesellschaft und nicht etwa die Gesellschafter haften.

      Dieses Privileg soll nicht umsonst sein.

      Auch soll der Gläubigerschutz eine Rolle spielen. Also ein bestimmtes Grundkapital bestehen auf das die Gläubiger zugreifen können (da eine persönliche Haftung der Gesellschafter ja gerade nicht besteht), wobei 25.000 € nicht gerade viel ist.

      Mit einem Mietvertrag und einem Firmenwagen oder einer Maschine ist das Geld fast schon verbraucht. Mit Gläubigerschutz ist es da nicht weit her.

      Deshalb wird unter anderem eine „1 € GmbH“, meist in Anlehnung an die britische Ltd., gefordert.

      Vergessen darf man aber nicht, dass die Gläubigerschutzmechanismen in den verschiedenen Rechtsordnungen variieren und ausländische Konzepte nicht ohne weiteres übertragbar sind. Hier wird auch über einen Systemwechsel diskutiert.

      Mit dem MoMiG möchte der deutsche Gesetzgeber u.a. den Existenzgründern kleinerer Unternehmen, wie du sie glaube ich meintest, die Unternehmergesellschaft an die Hand geben. Diese benötigt lediglich ein Mindestkapital von 1 €, wenn ich richtig informiert bin, und soll im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit das Stammkapital auffüllen können und dann zur GmbH werden.

      Letztens habe ich sogar in einem Aufsatz gelesen, dass das Mindestkapital der GmbH erhöht werden sollte.

      Dagegen wird angeführt, dass Eigenkapital in Zeiten niedriger Zinsen im Verhältnis zu Fremdkapital nicht rentabel ist.

      Aber diese Diskussion ist, wie so vieles im Gesellschaftsrecht, ein weites Feld.

      Ich habe da auch nur einen beschränkten Überblick.

      Ich hoffe aber deine Frage im Ansatz beantwortet zu haben.

      Dennis

      PS: Für Hinweise auf evtl. Fehler in meinen Ausführungen bin ich dankbar.

    Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel: