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    Dr. Lukas Fantur Rechtsanwalt in Wien


  • Rechtsanwalt Wien Dr. Lukas Fantur

    Rechtsanwalt in Wien mit Tätigkeitsgebieten GmbH-Recht und Gesellschafts- recht.


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    Managergehälter: Gesetzesreform in Deutschland

    von Dr. Lukas Fantur | 12. März 2009

    Neues Recht für Vorstandsgehälter in Deutschland

    Die deutsche Bundesregierung hat gestern (12.3.2009) eine Gesetzesvorlage für eine neues Recht für Vorstandsgehälter verabschiedet.

    Die parlamentarischen Beratungen sollen bis zum Sommer abgeschlossen werden. Die geplante Neuregelung:

    Angemessene Vergütung

    Die Ver­gü­tung des Vor­stands einer Ak­ti­en­ge­sell­schaft muss künf­tig auch in einem an­ge­mes­se­nen Ver­hält­nis zu den Leis­tun­gen des Vor­stands und der (bran­chen-​ oder lan­des-​)üb­li­chen Ver­gü­tung ste­hen.

    Langfristige Verhaltensanreize

    Die Be­zü­ge sol­len lang­fris­ti­ge Ver­hal­tens­an­rei­ze zur nach­hal­ti­gen Un­ter­neh­mens­ent­wick­lung set­zen.

    Aktienoptionen

    Ak­ti­en­op­tio­nen kön­nen künf­tig frü­hes­tens vier Jahre nach Ein­räu­mung der Op­ti­on aus­ge­übt wer­den.

    Nachträgliche Herabsetzung bei schlechter Performance

    Die Mög­lich­keit des Auf­sichts­rats, die Ver­gü­tung bei einer Ver­schlech­te­rung der Lage des Un­ter­neh­mens nach­träg­lich zu re­du­zie­ren, soll er­wei­tert wer­den.

    Gesamter Aufsichtsrat zuständig

    Die Ent­schei­dung über die Ver­gü­tung eines Vor­stands­mit­glieds soll künf­tig vom Ple­num des Auf­sichts­ra­tes ge­trof­fen wer­den. Eine Delegation an einen Aus­schuss wird nicht mehr zulässig sein.

    Verschärfung der Haftung des Aufsichtsrates

    Setzt der Auf­sichts­rat eine un­an­ge­mes­se­ne Ver­gü­tung fest, macht er sich ge­gen­über der Ge­sell­schaft scha­dens­er­satz­pflich­tig.

    Offenlegung

    Die Un­ter­neh­men wer­den künf­tig zu einer wei­ter­ge­hen­den Of­fen­le­gung von Ver­gü­tun­gen und Ver­sor­gungs­leis­tun­gen an Vor­stands­mit­glie­der im Falle der vor­zei­ti­gen oder re­gu­lä­ren Be­en­di­gung der Vor­stands­tä­tig­keit ver­pflich­tet.

    „Cooling-Off“-Periode für ehemalige Vorstandsmitglieder

    Ehe­ma­li­ge Vor­stands­mit­glie­der dürfen für eine Pe­rio­de von drei Jah­ren nach ihrem Aus­schei­den aus dem Vor­stand nicht Mit­glied eines Prü­fungs­aus­schus­ses wer­den.

    Ziel des Gesetzes

    Ziel des Gesetzes-Entwurfes ist es laut den Erläterungen der dt. Bundesregierung

    Quelle: Pressemitteilung des dt. Bundesministeriums der Justiz vom 11.3.2009

    Über den Autor

    Ich bin Rechtsanwalt in Wien mit Tätigkeitsschwerpunkt Gesellschaftsrecht.

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